Caoimhe und Juliane waren im Fablab Luzern um sich etwas umzusehen und Bekanntschaft mit den Betreibern zu schliessen.

Wir haben uns vor Allem darüber informiert, was FabLabs überhaupt sein sollen und wie es mit den Eintrittsbedingungen aussieht. Wir haben auch viel über die anderen Makerspaces der Schweiz erfahren und darüber, wie diese organisiert sind.

Wir konnten dabei mit beiden Leitern des FabLab Luzern, Martina Smoljo und Christoph Reinhardt, reden.

FabLabs

Es gibt eine Liste von Bedingungen dafür, FabLab zu werden, die sind aber grösstenteils Empfehlungen und nicht so ernst zu nehmen wie sie da stehen.

Hinter dem FabLab steht hauptsächlich die Idee der Offenheit und der Dokumentation, damit andere nachvollziehen können, was man so tut. Die Regeln muss man aber nicht zu 100% einhalten, es gibt da so ein Rating wo man sich von A (man erfüllt die Regeln) bis C (man erfüllt sie gar nicht) einstufen kann.

So wurde zum Beispiel auch das Videokonferenzgerät, welches für FabLab-Konferenzen benutzt wird, bisher nur ein einziges Mal eingesetzt. Um die Koordination mit den internationalen FabLab-Efforts kümmert sich hauptsächlich Peter Troxler (siehe unten).

Das Wichtige beim FabLab ist, dass man die Maschinen hat. Die FabLab-Organisation hätte da gerne bei jedem:

  • Laser
  • 3D-Drucker
  • CNC-Fräse

Ebenfalls wichtig ist, dass man sich grob an der Charter der FabLabs orientiert, sonst hat es ja auch irgendwie keinen Sinn. Was man dadurch gewinnt, ist, dass die Leute eine gewisse Erwartung mit FabLabs verbinden und einen daher leichter finden. Ausserdem hat man die Vernetzung mit anderen FabLabs und wird auf die Webseite geschrieben.

Die Organisationsform ist dabei nicht vorgeschrieben. Das FabLab Zürich ist zum Beispiel ein Verein, das FabLab Luzern hingegen ein Projekt der Hochschule Luzern.

Andere Makerspaces

In der Schweiz gibt es eine Reihe von anderen Makerspaces, auch ausserhalb des FabLab-Spektrums:

Der geistige Vater und Leiter der FabLab-Efforts in der Schweiz ist Peter Troxler.

Es gibt offenbar noch jemanden in Basel, der so ähnlich wie Andre Möri heisst und auch einen Makerspace gründen will.

FabLab Zürich

Das FabLab Zürich wäre unserer Organisationsform vermutlich am nächsten.

Sie sind als Verein aufgestellt. Das Ziel ist, dass sich der Verein selbst trägt. Dieses Ziel wurde offenbar letztens erreicht. Bis zu diesem Zeitpunkt wurden alle Anschaffungen und die Betriebskosten durch die Mitglieder getragen.

Empfehlungen

Christoph hat uns abschliessend noch ein paar Tipps mit auf den Weg gegeben:

  • Wir sollten uns nicht so sehr vor dem Label FabLab fürchten. Es ist nicht so strikt gemeint wie es scheint.
  • Das Wichtigste ist, erst einmal etwas aufzubauen. Dann kommen die Besucher und man kann begninen, zu gestalten. Also: keine Angst vor dem Anfang haben.
  • Die Organisation ist kräfteraubend und sehr aufwändig. Aber sie ist natürlich notwendig, um einen Makerspace zu betreiben. Und es lohnt sich auch.
  • Es ist nicht notwendig, sich in Konkurrenz zu bestehenden Organisationen zu sehen. Wenn wir z.B. die CNC-Fräse des RAIF benutzen, sind wir nicht deren Konkurrenz.

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